Auckland – Tairua / Tage 35 – 38

Super Flug von Sydney nach Auckland – den besten Service, den wir seit Jahren hatten! Unser Flugbegleiter hat uns auch gleich den wunderbaren Berg Taranaki gezeigt im Abendrot – ganz toll. Nau Mai Tamaki Makaurau – Willkommen in Auckland. Uns wurden 2 Stunden „gestohlen“, die Zeitdifferenz zur Heimat beträgt nun 12 Stunden.

Küste in Sicht!

Am Samstag Sightseeing mit „Hop an Hop off“. Auckland ist viel kleiner (rund 1.4 Millionen Einwohner) und dadurch auch viel beschaulicher als Sydney. Die Lebensqualität soll sehr gut sein – weltweit belegt die Stadt den Bronzeplatz! Die Stadt ist umgeben von Meer – auf der einen Seite die Tasmanische See und auf der anderen Seite der Pacific – und 53 inaktiven Vulkanen. Nach dem „Lärmpegel“ von Sydney wirkt für uns hier alles ruhig, trotz den den vielen Baustellen. Nicht nur wegen dem Wachstum der Stadt wird gebaut – der American‘s Cup findet hier im 2021 statt und es entsteht ein riesiges neues Hafengebiet (fast so wie die Hafencity in Hamburg). Und es ist kaum zu glauben, das Chinesische Neujahrsfest wird hier am Samstagabend ganz gross gefeiert – mit vielen Chinesen! Ob wir die jemals „los“ werden? Wir machen etwas ganz anderes – wir sehen uns ein Rugby-Spiel an, die Meisterschaft startet im Nationalstation der All Blacks (Nati Team der Kiwis) und zwar mit den Lokalmatadoren (Blues) gegen die Crusadersund aus Christchurch. Die Story über die Bestellung der Ticket lassen wir weg – zu lang und vor allem zu nervig. Das Stadion ist ähnlich aufgebaut wie das St. Jakob Stadion, nur einfach grösser. Das Spiel ist der Hammer, die meisten Regeln verstehen wir. Stimmung ist toll, auch wir haben Fahnen erhalten und schwingen diese in bester Schweizermanier für die Blues. Noch lauter wird es, als die Blues einen 3:12 Rückstand aufholen und zwischenzeitlich sogar 17:12 führen. Ein nerviger Schluss – die Kreuzritter aus Christchurch gewinnen 22:24! Der Haka zelebriert nur die Nati – schade, auf das haben wir uns auch gefreut. Und zum Schluss: die „Bratwurst“ am Essstand war um Welten besser als jene in Australien.

Grosses Einstimmen der Blues

Sonntag, Auto übernehmen und danach die Velos abholen. Ursi fällt für einmal in den „Schweizer Modus“ zurück – wir sind spät dran und sie macht sich Sorgen, dass der Veloladen zu ist. Alles kein Problem – auch in Neuseeland ist alles viel easier als in der Heimat. Göppels einladen und los geht die Fahrt, ca. 260 km, bis nach Tairua. Zuerst Autobahn und dann eine wieder herrliche Panoramafahrt der Küste entlang……..Schmalere Strassen als in Australien, die linke Fahrseite manchmal nur knapp 1 Meter vom Meer entfernt – und das alles ohne Leitplanken! Und dann wieder – Hügeli uf, Hügeli ab – nach meiner Rückkehr werde ich mich in Bosco Gurin als Busfahrerin bewerben. Das Wetter ist hier unwahrscheinlich abwechslungsreich. Wolken, 21 Grad, 10 Min. später: Sonne, 26 Grad….

Fahrt Richtung Tairua
Man beachte die Farbe der Muscheln und die Grösse

Am Montag unsere erste Velotour. Wir fahren auf Empfehlung die ersten 12 km mit dem Auto (diese Strecke hätten wir niemals mit den Bikes geschafft) und dann radeln wir los zum Hot Water Beach (es geht auch hier nicht ohne Hügel). Bei diesem Strand drückt in einem begrenzten Abschnitt bei Flut vulkanische Wärme hoch, man buddelt sich ein Loch in den Sand und es kommt warmes bis heisses Wasser (bis ca. 60 Grad) hoch. Ein einmaliges Erlebnis! Die Wärme tut unseren Arthrose geplagten Gliedern einfach super gut. Wetter: zuerst wolkig, dann blauer Himmel und ca. 25 Grad. Unsere Unterkunft ist wirklich hübsch, ein kleines Häuschen mit Küche, so dass wir immer „daheim“ zmörgele und Abends zum Essen ausgehen. Das Städtchen ist typisch NZL, Hauptstrasse führt durch die Mitte des Ortes, links und rechts hat es Shops, und that it‘s.

Wir zeigen die Anderen………., wir lagen im freien Loch im Vordergrund
Abendstimmung in Tairua – gleich vor unserem Häuschen

Dienstag wieder Velotour, dieses Mal ca. 35 km (mit einem wirklich steilen Hügel) zur Ha Hei Beach. Den ca. 11/4 Std. Walk zu den berühmten Cathedral Coves lassen wir aus -wir steigen in ein Wasser-Taxi und lassen uns dorthin chauffieren. Und es lohnt sich, traumhaft schöner Strand mit Felsformationen und einem Tunnel, der bei Ebbe durchlaufen werden kann (bei uns war es noch Ebbe). Diese Kulisse diente einigen Szenen des Films „Chroniken von Narnia“. Relaxen und dann wieder zurück, müssen ja noch in die Pedalen treten…. Wetter: stahlblauer Himmel, ca. 26 Grad (und die Freis pedalen in der Hitze, so verdient man sich abends ein, zwei Bier und ein feines Glas neuseeländischen Weisswein!!!)

Und ausserdem;

  • Durchschnittliches Einkommen in Auckland = ca. 100‘000 NZ Doller (sind etwa SFR. 70‘000.—). Und der Durchschnittspreis für eine Wohnung / Haus beträgt ca. SFR. 700‘000.—
  • Mehr als 60% der Einwohner haben europäischen Hintergrund, in Auckland fallen uns viele französische Namen auf.
  • „Fliegen“ die „Fliegen“ in Neuseeland einem nicht mehr um die Birne (es hat praktisch keine mehr!!!!)
  • Ist das WC-Papier immer noch einlagig!!!!
  • Statistisch gesehen hat jeder der 4,5 Millionen Einwohner 7 Schafe, 1 Milchkuh und 1 Rind
  • Haben wir heute „endlich“ ein Sauerteigbrot gefunden, welches unseren „Schweizer Ansprüchen“ gerecht wird. (Lecker)

11 Kommentare zu „Auckland – Tairua / Tage 35 – 38“

  1. Oh – habt Ihr ein Foto des Taranaki von oben? Susanne und ich haben uns am Berg „abgemüht“, aber ganz nach oben kamen wir doch nicht, weil es a) sogar uns zu steil wurde und b) die oft um den Berg schwebende Wolken die Sicht nahmen.
    Freue mich, von Euren weiteren NZ-Erlebnissen zu hören!
    Viele Grüsse, Gabi

  2. Diesmal tendiert eure Berichterstattung in Richtung Gesundheit, Kneippkur und Naturerlebnis. Da bietet sich der (hinkende) Vergleich mit der Halde an!
    Wünschen euch weiterhin alles Gute und entsenden beste Grüsse aus dem sonnigen Daheim (12-14° iletzter Zeit).
    Gonzalo und Marie-Therese

  3. So spannend mal wieder, was ihr so erlebt. Dass Ihr von den Fliegen hier nicht belästigt werdet, erstaunt mich etwas, habe gerade in der Zeitung gelesen, dass in Neuseeland die Fruchtfliegenplage ausgebrochen ist und man kein Obst draussen verzehren sollte,…. Liebe Grüße von Christiane

    1. Liebe Christiane
      Das ist so, die Fruchtfliegenplage ist ausgebrochen. Man darf auch keine Obstplantagen einfach so besuchen. Sind gespannt, heute ist auf unserem Weg eine grosse Kiwiplantage, wir werden mal schauen, was dort erzählt wird. Schicke dir ganz liebe Grüsse
      Ursula

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