Melbourne to Sydney / Tage 26 – 29

Donnerstag, 7.2., Abfahrt aus der Grossstadt Melbourne…… Da ist Zürich direkt ein Weiler! Die Autobahn erreichen wir ohne Probleme und flugs sind wir Richtung Wilson Promontory Nationalpark unterwegs. Wetter anfänglich regnerisch, doch bald kommt der blaue Himmel und 29 Grad. Der Nationalpark ist wirklich eine Perle – die verschiedenen Klimazonen erleben wir auch. Sonnenschein und heiss, ein paar Kilometer weiter nebelig und 19 Grad. Ausserhalb des Parks haben wir eine wahre Traumunterkunft gefunden, wo wir auch gleich den Grill benutzen. Aus unserer Sicht können die Australier Vieles – doch bestimmt keine guten Würste herstellen. Steffi sehnt sich schon nach einer Bratwurst!

Das Wetter am Freitag ist nicht berauschend, also entschliessen wir uns, „Kilometerzufressen“. Wir fahren der Küste entlang bis Sale und von dort auf dem Princess Highway Richtung Lakes Entrance. Wir durchfahren riesengrosse Farmgebiete mit Kühen, Kühen, Kühen, Schafe, Schafe, und ab und zu ein paar Pferde. Lakes Entrance ist das Fischergebiet der Gegend, frisches Seafood kann direkt am Hafen gekauft werden. Wir finden weiter weg in Orbost eine wirklich hübsche Unterkunft (ganz moderne Zimmer) und da es drei Motels gibt, gehen wir davon aus, dass es ein etwas grösserer Ort ist. Was wir erleben ist fast filmreif. Gut Essen, das ist kein Problem, erzählt uns die Motelbesitzerin und zeichnet uns den Weg auf zur Gaststätte. Die Gaststätte ist ein Club und um reinzukommen muss man Mitglied sein, erklärt uns eine ältere Dame (+80) und gibt uns einen Zettel zum Ausfüllen. Das „Bistro“ ist wohl der Gemeindesaal, wo sich alle Einheimischen und nun auch die Freis treffen. Wir sind nun Mitglieder des exklusiven Clubs und dürfen deshalb auch in den Spielsalon. Nach einem wirklich feinen Essen spielen wir etwas an den Automaten und Steffi gewinnt auch gleich!! Und weiter geht es in den nächsten Saal, dort wird eine grosse Tombola aufgebaut mit riesigen Fleischplatten und viele ältere Frauen sitzen schon ganz gespannt in den Chesterfield-Sesseln und warten……warten auf den Lottomatch. Das ist wohl ein üblicher Freitagabend im Nowhere….. Wir wollen nicht auch noch hier gewinnen und ziehen von dannen! Und es ist 20.45 Uhr (die Restaurants in Orbost schliessen um 20.00 Uhr!!).

Samstag, schönes Wetter! Wir lassen uns treiben und fahren die ersten ca. 150 km durch Wälder, alles gerade aus, ab und zu eine Kurve, 2 Abzweigungen! Endlich ein kleiner Ort, wo wir frühstücken. Weiter gehts durch Wald und Weideland und in Genoa wechseln wir den Bundesstaat – wir sind nun in New South Wales. Die Ortschaft Eden besuchen wir (ist doch ein herrlicher Namen) und finden auch bald ein spezielles Plätzchen. In Merimbula verlassen wir den Pincess Highway und fahren der Sapphire Küste entlang bis nach Bermagui. Eine traumhaft schöne Strasse – immer wieder halten wir an, geniessen die wunderbaren Ausblicke und sind dankbar, dass wir das erleben dürfen. Wir finden in Ulladulla eine Unterkunft, wie vor 50 Jahren……Selbst der Sherry hat nicht gefehlt!

Sonntag, 10.2., schönstes Wetter! Wir planen um, fahren heute bis nach Sydney. Der Grand Pacific Drive ist etwas vom Schönsten, was wir bis jetzt gesehen haben. Traumhafte Buchten, Beaches und hübsche Orte. Und mal wieder – hügeli uf, hügeli ab!!! Auf der rechten Seite der Pacifik, links Farmland vom Feinsten (saftige Wiesen in den herrlichsten Grüntönen, Rinder, Rinder,). Bevor wir in Sydney einfahren, durchqueren wir den Royal National Park. Ist der älteste Park Australiens und……wieder hügeli uf, hügeli ab! Auf der Höhe ist die Skyline von Sydney zu sehen – allerdings kein Foto, da kein Platz zum Anhalten (die Strasse ist relativ eng….). Nach 3351 km (von Adelaide – Sydney) geben wir nun den Toyota ab und geniessen die Stadt per pedes und ÖV.

Eine Superbrücke!

Und ausserdem;

  • „Fliegen“ die „Fliegen“ in Australien in der Regel immer um die Birne und hocken auf Ohren, Nasen und Mund. Eine recht unangenehme Spezies.
  • Ist das WC-Papier immer nur „einlagig“ Erkenntnis von Frau Frei!!
  • Haben die Velofahrer selbst auf der Autobahn einen eigenen Velostreifen!
  • Muss man in den meisten Restaurants immer zuerst an der Theke bestellen und bezahlen und bekommt dann ein Schildchen mit einer Nummer. Sobald das Essen fertig ist, wird die Nummer aufgerufen und man kann „Fassen“ gehen, oder es wird direkt an den Tisch geliefert. Trinkgeld gibt man aber nur ganz selten!
  • Im Moment gibt es hier viel frische Früchte (Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche etc.) Die Preise sind etwa gleich hoch wie in der Schweiz.

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10 Kommentare zu „Melbourne to Sydney / Tage 26 – 29“

  1. Mit dem Friedhof liesst sich Euer Reisebericht wie eine Krimi. Die Polizei fehlt dabei noch. Seid Ihr schon mit dem Gesetz in Konflikt (Beifahreralkohol, Geschwindigkeit, Ruhezeiteinhaltung, usw.) gekommen? Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Bericht. Habe noch kurz in St. Gallen wegen Deiner Lieblingsbratwurst angerufen. Sie suchen für Australien eine Vertretung. Stephan das wäre doch etwas für Dich oder vielleicht kannst Du nach der Rückkehr eine Empfehlung machen. Gute Reise und wir freuen uns auf den nächsten Bericht.

    Ernst und Heidi

  2. Wir geniessen es, eure Entdeckungen und Eindrücke nachzuvollziehen. Sogar ein Friedhof (gewichtiger Kulturbeweis mit grooser Aussagekraft) ist diesmal dabei! Und der Stoff für eure Berichterstattung wird nie ausgehen! Also spitzt die Belstifte.

    Herzlich: Gonzalo und Marie-Therese

  3. Tolle Fotos! Mit Google Earth kann man Euch ja problemlos folgen.
    Das mit der Bratwurst kann ich nachvollziehen, aber offenbar gibt es immer und überall Wein, und der sollte ja recht annehmbar sein. Stephan: gib uns doch mal Dein fundiertes Feedback über die Qualität. Rai-on #65
    Gruss, Christoph

    1. Sali Christoph

      Ob mein Weinwissen wirklich so fundiert ist, bezweifle ich ein wenig.
      Für mich ist „gut“, was mir schmeckt!
      Hier wird vor allem Cabernet Sauvignon / Merlot und Shiraz produziert.
      Insbesondere der Shiraz ist vorzüglich. Ein uns bekannter Produzent ist sicher Peter Lehmann aus dem Barossa Valley.
      Heute hier in Sydny 36 Grad, blauer Himmel und viel „Schwitzen“ angesagt.

    2. Hallo Ursula und Stefan, bald Guten Morgen
      Bin immer dabei bewundere eure wunderschöne Reise. Mit so schönen Landschaften, Städten und vor allem die Oper von Sydney, hätte gerne mal dort ein Konzert besucht. Bei mir werden positive Erinnerungen wieder wach, vom Reisen durch Amerika
      1971-72. Geniest jeden Moment. Reisen ist auch verbunden neuen Menschen kennen zu lernen. Bin schon gespannt auf den nächsten Bloc. Von ganzem Herzen nur Gutes, weiter so liebs Grüessli marlis. Do alles OK nur einfach Winter.

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